"Mediziner haben bei Kaninchen erstmals ein Gelenk an Ort und Stelle neu wachsen lassen – und das sogar ohne dafür präparierte Stammzellen zu verwenden. Die Wissenschaftler entfernten zunächst ein Gelenk in der Vorderpfote der Nagetiere. Stattdessen implantierten sie lediglich ein vom Körper abbaubares Grundgerüst, das mit einem Wachstumsfaktor versehen war. Dieser erzeugte einen sogenannten Homing-Effekt: Er lockte Stammzellen ins Zielgewebe. Ergebnis: Knorpel und Knochen bildeten sich entsprechend der Gerüstform selbstständig nach. Bereits nach vier Wochen konnten die Kaninchen wieder hoppeln und bewegten sich dabei wie gesunde Tiere. [...]"
Jeremy Mao (Columbia University, New York, USA) et al.: The Lancet, Onlinevorabveröffentlichung, doi: 10.1016/S0140-6736(10)60668-X
ddp/wissenschaft.de – David Köndgen
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